Sylvia Schedelbauer Film/Video Texte Aktuell Info mehr Kontakt
<<zurück
 
ARE YOU PRECARIOUS?
Dokumentation der Ausstellung totale partizipation_Radikale Entspannung, Berlin 2007
   
 
 
 
Photos: Markus Freidl  
 
*********************************************************************************************************
*********************************************************************************************************
 
totale_partizipation:RADIKALE_ENTSPANNUNG

totale partizipation RADIKALE ENTSPANNUNG beginnt mit einem fünftägigen Workshop. Gemeinsam mit den eingeladenen KünstlerInnen und Teilnehmenden werden Fragen der (Selbst-) Prekarisierung diskutiert.
Vor allem die paradoxe Absorption von Partizipation und Eigeninitiative im kapitalistischen Verwertungsprozess soll hier Thema sein: Totale Partizipation in beinahe allen Bereichen des Lebens? Selbstökonomisierung? Verknüpfung von Freundschaft und Arbeit? Ständiges Netzwerken?

Mobilität und Flexibilität? Kreativität? Und wie verhält sich dazu die unstillbare Sehnsucht nach Entspannung?

Am Anfang des Projekts steht eine gemeinsame Arbeitsphase, in der diskutiert, gesprochen und künstlerisch gearbeitet wird. In der anschließenden Ausstellung vom 27.7. bis 16.8.2007 werden die Ergebnisse des gemeinsamen Arbeitsprozesses gezeigt.
Das Projekt ist offen und fordert - neben den eingeladenen KünstlerInnen - Interessierte auf, in den verschiedenen Phasen mitzuwirken, sei es konkret im Workshop, in der Ausstellung oder in der Weiterführung der Diskussion in den thematischen Blogs im Internet.

Die Ausstellung hat zwei Plattformen: den realen Ort des Projektraums in der Brunnenstraße und den virtuellen Ort der blogs unter folgender Adresse:

www.totalepartizipation.com

Timeline:
Workshop:        20.-25. Juli
Eröffnung:        27. Juli, 19:00
Ausstellung:     28. Juli-17. August

ARTTRANSPONDER e.v.
Projektraum // Brunnenstr. 151 // D-10115 Berlin
Fon +49(0)30-306 42 400
Fax +49(0)30-44 67 81 14
www.arttransponder.net

Konzeption_Organisation:

Caroline Lund & Christine Woditschka

Blog:
Tjoss May

( 1) Isabell Lorey: Vom immanenten Widerspruch zur hegemonialen Funktion. Biopolitische Gouvernementalität und Selbst-Prekarisierung von KulturproduzentInnen, in: Kritik der Kreativität, hg. von Gerald Raunig und Ulf Wuggenig, Wien 2007

 
*********************************************************************************************************
*********************************************************************************************************
   
totale_partizipation:RADICAL NETWORKING

Programm: Sylvia Schedelbauer
Videoscreening: 3.8.2007, 21 Uhr

mit:
Yin-Ju Chen, Kara Herold, Archimedia, Anne McGuire, Bryan Boyce,
Kathleen Quillian/Gilbert Guerrero, Bill Daniel, James T. Hong/Yin-Ju Chen

Bericht aus der westlichen ‚Prärikärie’ San Francisco


Beim Stichwort „Precarity“ würde es den meisten Leuten in San Francisco nicht einfallen, sich selbst damit zu identifizieren. Prekäre Lebenswege sind scheinbar schon immer ein Teil der Identität der US-Amerikaner gewesen; angefangen bei der Einwanderung der ersten Migranten aus Europa, über Geschichten des Wilden Westens, zur zeitgenössischen mexikanischen Wiedereinwanderung. Obwohl es kaum ein funktionierendes Fangnetz gesellschaftlicher Absicherungen gibt (Sozialversicherung, bezahlbare Krankenversicherung, Arbeitslosengeld, geschweige denn Künstlersozialkasse oder Wohngeld) und obwohl das Land eine der unsichersten Arbeitsbedingungen für einen substantiellen Anteil der Gesellschaft bietet, gibt es hier keinen Diskurs über Prekarität. Warum?

Ist der Zustand des prekären Arbeitens und Lebens so stark Bestandteil des Bewusstseins, dass die Notwendigkeit des Diskurses überflüssig erscheint? Radical Networking präsentiert ein Videoprogramm aus San Francisco, USA, als
Beitrag von Sylvia Schedelbauer zur Ausstellung totale partizipation RADIKALE ENTSPANNUNG. Die Arbeiten sind spielerisch und assoziativ ausgewählt und sowohl zum Thema „Prekarität“ also auch zum Thema „Entspannung“ kontextualisiert worden.

Eine Vorschau des Screenings läuft als Loop in der Ausstellung.

 
   
   
   
   
EditRegion3