Programm: Sylvia Schedelbauer
Videoscreening: 3.8.2007, 21 Uhr
mit:
Yin-Ju Chen, Kara Herold, Archimedia, Anne McGuire, Bryan Boyce,
Kathleen Quillian/Gilbert Guerrero, Bill Daniel, James T. Hong/Yin-Ju Chen
Bericht aus der westlichen ‚Prärikärie’ San Francisco
Beim Stichwort „Precarity“ würde es den meisten Leuten in San Francisco nicht einfallen, sich selbst damit zu identifizieren. Prekäre Lebenswege sind scheinbar schon immer ein Teil der Identität der US-Amerikaner gewesen; angefangen bei der Einwanderung der ersten Migranten aus Europa, über Geschichten des Wilden Westens, zur zeitgenössischen mexikanischen Wiedereinwanderung. Obwohl es kaum ein funktionierendes Fangnetz gesellschaftlicher Absicherungen gibt (Sozialversicherung, bezahlbare Krankenversicherung, Arbeitslosengeld, geschweige denn Künstlersozialkasse oder Wohngeld) und obwohl das Land eine der unsichersten Arbeitsbedingungen
für einen substantiellen Anteil der Gesellschaft bietet, gibt es hier keinen Diskurs über Prekarität. Warum?
Ist der Zustand des prekären Arbeitens und Lebens so stark Bestandteil des Bewusstseins, dass die Notwendigkeit des Diskurses überflüssig erscheint? Radical Networking präsentiert ein Videoprogramm aus San Francisco, USA, als
Beitrag von Sylvia Schedelbauer zur Ausstellung totale partizipation RADIKALE ENTSPANNUNG. Die Arbeiten sind spielerisch und assoziativ ausgewählt und sowohl zum Thema „Prekarität“ also auch zum Thema „Entspannung“ kontextualisiert worden.
Eine Vorschau des Screenings läuft als Loop in der Ausstellung.
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